8. April 2016
von Ralf
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Gericht sorgt für Umgang

Um das Umgangsrecht eines Elternteils durchzusetzen, kann vom Gericht die Anwendung von unmittelbarem Zwang angeordnet werden. Gericht setzt Umgang durch.
Der Junge des zugrunde liegenden Verfahrens ist sieben Jahre alt und lebt bei seiner 35-jährigen Mutter in München. Seine Eltern haben sich getrennt. Die Mutter hat mit dem 33-jährigen Vater, der in Taufkirchen lebt, am 10. Oktober 2014 vor dem Oberlandesgericht München eine Vereinbarung zum Umgang mit dem gemeinsamen Kind getroffen. Danach darf der Vater seinen Sohn alle 14 Tage am Samstag sehen.
Die Mutter hielt sich jedoch nicht an die Vereinbarung. Ab November 2014 gab es keinerlei Treffen zwischen dem Vater und seinem Sohn. Die Mutter sagte den Umgang immer kurzfristig per SMS ab mit der Begründung, dass das Kind krank sei. (mehr)

27. Mai 2015
von Ralf
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Infos zum Wechselmodell

Nach einer Trennung bleiben die Kinder bei einem Elternteil (zumeist der Mutter), und besuchen den anderen Elternteil immer wieder am Wochenende: So sieht der normale Umgang in Deutschland aus. Doch es geht auch anders und in der Regel für alle besser: Beim paritätischen Wechselmodell leben die Kinder die halbe Zeit jeweils beim Vater und bei der Mutter. Ein Überblick bei T-Online.

25. Mai 2015
von Ralf
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Der blinde Fleck der Familienministerin

Gleichverantwortliche Kinderbetreuung und -erziehung nach Trennung und Scheidung in Form der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) ist noch immer ein Fremdwort im Internetauftritt des Bundesfamilieninisteriums – informiert und gefördert werden lediglich Alleinerziehende, moniert der Väteraufbruch für Kinder.

Angesichts von ca. 180.000 Scheidungen und weiteren nichtehelichen Trennungen pro Jahr verwundert es, dass auf den neuen Seiten des Ministeriums die von immer mehr getrennt lebenden Eltern praktizierte Betreuungsform der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) mit keinem Wort erwähnt wird. Statt dessen gilt die volle Aufmerksamkeit den „Alleinerziehenden“, d. h. dem „hauptbetreuenden“ Elternteil, und zwar völlig unabhängig davon, ob und wie stark der andere Elternteil an der Betreuung beteiligt ist.

24. Mai 2015
von Ralf
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Was heißt eigentlich „alleinerziehend“?

Nicht alle Frauen, die sich alleinerziehend nennen, sind es auch, Viele, sehr viele, sind mit einem neuen Partner zusammen, leben mit ihm in Pendelbeziehungen, oder teilen sich die Betreuungszeiten für das Kind großteils mit den anderen Elternteil. „Für die Meldeämter“, schreibt die Welt, „gilt ein Erwachsener, der allein mit einem Kind zusammenwohnt, als alleinerziehend – egal, ob da noch ein zweiter Elternteil ist, der das Kind mitbetreut“.

Wie viele von den rund 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland sind also wirklich ganz allein auf sich gestellt?Das wissen auch die Statistiker nicht. Denn den Status „gemeinsam erziehend“ kennen weder das Melderecht noch die Kindergeldstelle oder das Steuerrecht.

17. Februar 2015
von Ralf
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Das neue Sorgerecht: Was es Vätern tatsächlich bringt

Nach vielen Jahren musste der Gesetzgeber am Sorgerecht für unverheiratete Väter notgedrungen etwas ändern. Was dabei herausgekommen ist, hört sich zwar vielversprechend an, bringt Männern aber nur bedingt einen Vorteil, schreibt das Blog Vaterfreuden. Und kommt zum Schluss: „Die sogenannte Reform ist bestenfalls ein halbherziger Ansatz und für Väter nichts Halbes und nichts Ganzes. „

5. Februar 2015
von Ralf
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Trennung im „Elternkonsens“

Viele Zehntausend Kinder und Jugendliche sind jedes Jahr in Deutschland von Trennung und Scheidung betroffen. Häufig erleben sie, wie ihre Eltern sich fetzen und vor Gericht um Geld und Umgang streiten. Seit einiger Zeit unterstützt in Baden-Württemberg die Initiative „Elternkonsens“ Paare in Trennung. Ziel ist es, schnell zu tragfähigen und einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Die vom Land geförderte Verfahrenspraxis bringt Familienrichter, Anwälte, Jugendamt, Beratungsstellen und Verfahrensbeistände an einen Tisch. Dieser Tage haben sich in Stuttgart über 350 Fachleute zum „6. Bundeskongress Elternkonsens“ getroffen, um sich fachlich auszutauschen.

Die Initiative Elternkonsens will verhindern, dass im Sorge- oder Umgangsrechtsstreit einer der Eltern als Verlierer den Gerichtssaal verlässt. Deshalb wirken die Beteiligten auf eine einverständliche Regelung, die in den meisten Fällen besser ist als eine gerichtliche angeordnete Regelung.  Weiterlesen →

14. Januar 2015
von Ralf
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Eine Stimme des Friedens

Vor einigen Tagen bin ich auf den Blog rosenkrieg2014.blogspot.de aufmerksam gemacht worden. Darin beschreibt augenscheinlich ein Mann seine Situation nach einer Trennung, sein „Kampf“ um seine Kinder. Wobei dieser Kampf, so liest es sich zumindest aus den Zeilen, nicht sonderlich dramatisch abläuft. Er geht seinen Weg, weiterhin einen guten Kontakt zu seinem Nachwuchs haben zu dürfen. Er geht ihn beharrlich, zielstrebig und mit Blick auf einen Konsens. Er geht ihn nicht gegen die Mutter, sondern versucht sie ins Boot zu holen.

Wie gesagt, so liest es sich. Welche Realitäten dahinterstehen, kann ich nicht beurteilen. Dennoch ist es angenehm, solche Postings zu lesen, in denen es nicht ums Krakeelen und Toben geht, sondern um ein Miteinander. Der „Rosenkrieger“ hat mit diesem klaren, auf Konsens ausgerichteten Weg wohl sein Interessen gewahrt. Und schreibt auch gegen allzu laute Wüteriche:

Ich lese posts wie „Nehmt den Müttern die Kinder weg, gebt sie dem Vater, dann wird alles besser!“
Ich glaube nicht das es sinnvoll ist Kinder von einem Elternteil zu trennen. Egal ob Vater oder Mutter. Ich glaube außerdem nicht daran das diejenigen unter euch, die nur noch Wut und Hass in ihrem leben haben, die sprichwörtlich Rot sehen, dann in der Lage wären fair den Umgang zu regeln.

Ein wenig Besinnung tut dann immer gut. Denn die Situation für uns Wochenendväter alles andere als einfach. Wann ist es angezeigt, klare Kante zu zeigen? Wann darf ich defensiv sein und nachgeben? Wann lohnt es sich, sich von Vorstellungen und Zielen zu verabschieden? Es ist in vielen Fällen ein schmaler Pfad, den wir zu gehen haben. Und dieses Gehen bedeutet, nicht fertig zu sein; auf dem Weg zu sein, zu lernen; und immer und immer wieder sich neu zu entscheiden. Dieser Weg ist ein Prozess mit sehr vielen Stadien. Und er gelingt nur dann, wenn ich mich immer wieder auch darauf besinne, für wen ich ihn gehe. Klar, für mich, aber vor allem auch für meine Kinder.

13. Januar 2015
von Ralf
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Neue Broschüre zur Mediation

Eine Scheidung kostet nicht nur Nerven und „seelische“ Energie, sondern auch richtig viel Geld. Wer „im Guten“ auseinandergeht, kann Geld sparen, in dem beispielsweise gemeinsam nur einen Anwalt beauftragt wird und in dem vor dem Gerichtstermin so viel wie möglich bereits auseinander dividiert und geklärt wird.

Auch in strittigen Fällen gibt es Möglichkeiten, die Kosten (und dabei meine ich sowohl finanzielle, als auch „seelische“) zu minimieren, in dem das Paar entweder eine Trennungsberatung macht (in der Regel bieten Paarberater auch Trennungsberatung an) oder zu einem Mediator geht. Mediation(nicht zu verwechseln mit Meditation!) ist ein außergerichtliches Verfahren zur Konfliktlösung. Es wird nicht nur in Familienstreitigkeiten angewendet, sondern auch im Business-Umfeld. Der Mediator hilft den streitenden Parteien, gemeinsame Lösungen für ihren Konflikt zu erarbeiten. Der große Vorteil dabei ist, dass sie dabei wieder in einen konstruktiven Dialog kommen, dass sie miteinander reden. Eine kostenlos als pdf herunter zu ladende Broschüre von finanzen.de bietet ausführliche Informationen rund um die Familienmediation und zeigt im Überblick, was Mediation leisten kann.

26. Dezember 2014
von Ralf
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Neue Initiative für die Doppelresidenz

Rund 90 Prozent der von einer Trennung betroffenen Kinder leben bei ihrer Mutter. Nicht selten verlieren sie den Kontakt zu ihrem Vater. Das sind jährlich über 130.000 Kinder, die neu in eine solche Situation kommen. Auch deshalb wird immer häufiger über die Doppelresidenz gesprochen, bei der die Kinder die Hälfte ihres Lebens jeweils beim einen, dann beim anderen Elternteil zu Hause sind. Die Elterninitiative Gemeinsam Erziehende Mütter und Väter (GEMV) hat nun in Hamburg eine Erklärung verabschiedet – die Welt berichtet darüber. Darin fordert sie die Politik auf,  die gesetzliche Regelung der Doppelresidenz als „grundsätzlich vorrangiges Betreuungsmodell“ zu etablieren.

25. Dezember 2014
von Ralf
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Was heißt eigentlich Kindeswohl?

Bei nahezu jeder Auseinandersetzung einer Familie vor dem Scheidungsrichter wird irgendwann mal vom Kindeswohl gesprochen: Wo sollen die Kinder leben, wie oft sollen sie den anderen Elternteil sehen, wie sollen solche Treffen ablaufen? Diese Fragen scheinen relevant zu sein, wenn es um das Kindeswohl geht. Aber was heißt das eigentlich konkret? Wie definiert sich Kindeswohl? Wann ist es dem Kind wohl, wann unwohl? Wissenschaftler der Tübinger Uni haben versucht, im Rahmen ihrer Kissmiss-Studie diesen Begriff messbar zu machen.

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