Der blinde Fleck der Familienministerin

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Gleichverantwortliche Kinderbetreuung und -erziehung nach Trennung und Scheidung in Form der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) ist noch immer ein Fremdwort im Internetauftritt des Bundesfamilieninisteriums – informiert und gefördert werden lediglich Alleinerziehende, moniert der Väteraufbruch für Kinder.

Angesichts von ca. 180.000 Scheidungen und weiteren nichtehelichen Trennungen pro Jahr verwundert es, dass auf den neuen Seiten des Ministeriums die von immer mehr getrennt lebenden Eltern praktizierte Betreuungsform der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) mit keinem Wort erwähnt wird. Statt dessen gilt die volle Aufmerksamkeit den „Alleinerziehenden“, d. h. dem „hauptbetreuenden“ Elternteil, und zwar völlig unabhängig davon, ob und wie stark der andere Elternteil an der Betreuung beteiligt ist.

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Ein Kommentar

  1. Wir müssen deshalb mehr Druck auf das Ministerium und die Parteien bzw. unsere Abgeordneten ausüben. Nicht nur auf das Familienministerium, sondern auch auf das Justizministerium.

    Vor einigen Wochen kam aber die Meldung, dass der Europarat dem Deutschen Familienrecht das Wechselmodell empfiehlt. Ministerin Schwesig ließ daraufhin verlauten, man werde Studien in Auftrag geben, die Wechel- und Residenzmodell untersuchen.

    Toll, dachte ich, JETZT ERST untersucht man, ob das Residenzmodell sinnvoll ist. Wann setzt sich der gesunde Menschenverstand an dieser Stelle endlich durch? Wir müssen weiterarbeiten!

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