Der Wochenendvater

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Heute stimmt der Bundestag über die “Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern” ab. Die Annahme des Gesetzentwurfes gilt als sicher, denn die Bundestagsfraktionen sind sich einig, wie selten: Ledige Väter sollen auf Antrag das gemeinsame Sorgerecht auch gegen den Willen der Mutter erhalten können. Bedingung ist, dass die gemeinsame Sorge nicht dem Kindeswohl widerspricht.
Die Mutter des Kindes kann sich innerhalb einer kurzen Frist, schriftlich beim Gericht zum Sorgerechtsantrag des Vaters äußern und begründen, warum in ihrem konkreten Fall die gemeinsame Sorge das Kindeswohl gefährde. Es kommt dann zu einem Sorgerechtsverfahren, wie man das sonst bei getrennt oder in Scheidung lebenden Eltern kennt.
Äußert sich die Mutter nicht innerhalb dieser Frist, spricht das Gericht dem Vater in einem vereinfachten und beschleunigten Verfahren das gemeinsame Sorgerecht zu.
Die Ungleichbehandlung von Mutter und Vater wird aber mit dem neuen Gesetz nicht aufgehoben, da der Vater sein Sorgerecht nur auf Antrag bekommt. [arag]

So kann’s auch gehen. Weil die Mutter den Umgang ihres Kindes mit dem Vater immer und immer wieder vereitelte, verhängte jetzt ein Familienrichter ein Ordnungsgeld gegen die Mutter. Begründung der Oberlandesrichter, die diesem Entschluss zustimmten: “Der betreuende Elternteil darf es dem Kind nicht freistellen, ob es Umgangskontakte zum anderen Elternteil wahrnehmen will oder nicht; vielmehr muss er alle zur Verfügung stehenden erzieherischen Mittel anwenden, um das Kind zu zum Umgang mit dem anderen Elternteil zu bewegen.”

Nach wie vor benutzen viele Mütter den Umgang dazu, ihrem Ex-Mann eins auszuwischen. Dass sie damit aber nicht nur die Väter, sondern vor allem ihre Kinder treffen, illustriert der berührende Text in der FAS, in dem die Folgen der Umgangsverweigerung, die Folgen des PAS, des Parental Alimentation Syndrome (zu Deutsch “elterliches Entfremdungssyndrom”) beschreiben werden. [beck]

Der 5. Väterkongress des Vereins Väteraufbruch für Kinder am kommenden Samstag, 23. Juni, fokussiert das Thema „Vereinbarkeit auch für Väter – Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung“ und geht den Fragen nach

  • inwieweit Väter die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder bereichern,
  • welche Probleme Väter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben,
  • wie die Konkurrenzsituation von aktiven Vätern im Vergleich zu Arbeitnehmern ohne Kinder aussieht und
  • wie groß die Gestaltungsspielräume für diese Väter sind

Mehr beim VafK.

2011 3 Nov

Übrigens

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Heute ist übrigens Weltmännertag.
:-)

Bisher galt, dass alleinerziehende Mütter maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten müssen, solange ihr Kind nicht älter als acht Jahre ist. Nun hat der Bundesgerichtshof diese pauschale Begründungen gerügt. Seiner Ansicht nach müssen sich Richter in jedem einzelnen Fall die Betreuungssituation, die Belastbarkeit des Kindes und der Mutter genau anschauen. [Kanzlei Dollinger]

Der Familienkongress in Halle wird 10 Jahre – mit all den vielseitigen Facetten im Familienrecht und der Chancengleichheit. Die Gesellschaft ist permanent im Wandel, wie sich in den vielfältigen Themen der Familienkongresse widerspiegelte. Das lädt geradezu zu einer Reflexion der letzten 10 Jahre ein, mit dem Ziel den Kurs des Vereins “Väteraufbruch für Kinder” neu auszurichten.

Eine Begegnung zwischen Fachwelt und verantwortlichen Eltern war das Markenzeichen dieser Kongressreihe. In diesem Jahr wird diese Tradition fortgesetzt. So geht es um die Begegnung zwischen professionellen Trennungsbegleitern und der Beratungsarbeit im Verein. Fragen werden gestellt: Wie können die Interessen der Kinder auf beide Eltern besser gewahrt bleiben. Wie nehmen sich die Fachwelt und der Väteraufbruch wahr? Welchen Platz kann der Väteraufbruch für Kinder im familialen Netzwerk zukünftig einnehmen?

Anmeldungen unter:
www.familienkongress.vaeteraufbruch.de/index.php?id=anmeldung

2011 10 Jul

Geburtsvorbereitung

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Ein vielleicht etwas abseitiges Thema für viele Wochenendväter, aber warum nicht … Für alle, die es nochmals das Abenteuer Kinder wagen gibt’s auf Readup ein kostenloses E-Book zum Thema Geburtsvorbereitung. Es lässt sich ohne Passwort oder Anmeldung herunterladen und ist ganz schön gemacht.

Heute in der neuen Bunten: Ein Artikel über den angeblich neuen Trend zu Patchworkfamilien und die Schwierigkeiten dieses Lebensmodells. Fazit in dem über weite Strecken belanglosen Text: Die Väter sind Schuld. Die Kölner Psychologin Katharina Grünewald wird zitiert mit den Worten: “Ein Mann hat auch nach der Trennung eine gewisse Verantwortung für die Mutter seiner Kinder.” Und weiter: “Er muss dazu beitragen, dass die Frau gut über die Runden kommt – seelisch und fananziell.”

Außerdem schreibt die Bunte-Autorin Barbara Czermak noch, dass aus dem Leben eines Viertels oder der Hälfte aller Scheidungskinder (so genau kann sie sich nicht festlegen) der Vater zwei Jahre nach der Trennung verschwunden ist. Aus diesen Fakten folgert Frau Czermak knallhart, dass es “vielen Vätern”  egal sei, “ob die Ex allein mit dem Kind klarkommt”. Deshalb sei “der Kern der Streitereien das Verhalten des Vaters”.

Frauen sind also wieder die armen, bemitleidenswerten, kleinen, dummen Opfer. Und Männer die bösen, unsozialen.

Irgendwie passt dieses Bild ja in den Stil der Bunten.

Singles mit Kind sparen beim Reisen deutlich weniger als klassische Vater-Mutter-Kind-Familien. Das hat jetzt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beim Vergleich von Pauschal-Urlauben herausgefunden.

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Schläge, Tritte, die Bratpfanne über den Schädel gezogen: Wer glaubt, dass häusliche Gewalt immer nur von Männern ausgeht, der irrt. In Brandenburg steht das bundesweit einzige Männerhaus. “In Deutschland traut sich nur kaum jemand, offen über dieses Problem zu sprechen”, sagt Dietmar Gettner, der Leiter des Männerhauses. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Frauen in Partnerschaften genauso häufig Gewalt anwenden wie Männer.  Mehr in der Zeit …


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