Der Wochenendvater

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Kategorie: Umgang

So kann’s auch gehen. Weil die Mutter den Umgang ihres Kindes mit dem Vater immer und immer wieder vereitelte, verhängte jetzt ein Familienrichter ein Ordnungsgeld gegen die Mutter. Begründung der Oberlandesrichter, die diesem Entschluss zustimmten: “Der betreuende Elternteil darf es dem Kind nicht freistellen, ob es Umgangskontakte zum anderen Elternteil wahrnehmen will oder nicht; vielmehr muss er alle zur Verfügung stehenden erzieherischen Mittel anwenden, um das Kind zu zum Umgang mit dem anderen Elternteil zu bewegen.”

Nach wie vor benutzen viele Mütter den Umgang dazu, ihrem Ex-Mann eins auszuwischen. Dass sie damit aber nicht nur die Väter, sondern vor allem ihre Kinder treffen, illustriert der berührende Text in der FAS, in dem die Folgen der Umgangsverweigerung, die Folgen des PAS, des Parental Alimentation Syndrome (zu Deutsch “elterliches Entfremdungssyndrom”) beschreiben werden. [beck]

Dass die ersehnte Änderung des Sorgerechts auch ihre Probleme bringen kann, beschreibt Spiegel Online heute. Nach wie vor gibt es viele Fälle, in denen der Vater nur zahlen darf, ohne ein Recht auf Mitbestimmung über seinen Nachwuchs zu haben.

Und das wird sich auch trotz Gesetzesänderung nicht so schnell ändern, befürchten Experten. Denn Mütter könnten immer noch auf den Faktor Zeit spielen. Wer sich juristisch beraten lässt, kann die Feststellung des gemeinsamen Sorgerechts locker um zwei Jahre hinauszögern. Bei kleinen Kindern ist das eine Ewigkeit. [SpOn]

Nach einem Gesetzesentwurf soll der biologische, leibliche Vater auch dann ein Umgangsrecht mit seinem Kind erhalten, wenn er bislang keine enge soziale Bindung zu ihm aufgebaut hat. So steht es in dem Referentenentwurf, den Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger jetzt vorstellte. Das neue Umgangsrecht bedeute eine wesentliche Verbesserung zugunsten des biologischen Vaters im Verhältnis zu seinem Kind, das in einer Ehe mit Mutter und rechtlichem Vater aufwächst. Bislang stehe dem biologischen Vater eines Kindes ein Umgangsrecht nur zu, wenn ihn mit seinem Kind bereits eine enge persönliche Beziehung verbindet. [beck-aktuell]

Eigentlich müsste das die einfachste und fairste Sache der Welt sein: Wenn ein Paar sich trennt, dann sollte es auch die Konsequenzen dieser Entscheidung tragen. Was bei Paaren mit Kindern bedeutet: Die Eltern pendeln und die Kinder bleiben wohnen. Das Ganze nennt sich “Nestmodell”, weil die Eltern, wie bei Vögeln, abwechselnd die Heimstatt der Kleinen anfliegen und dort abwechselnd wohnen.

Praktiziert wird aber überwiegend das Wechselmodell, bei dem die Kinder 8die ja nichts für die Entscheidung der Eltern können) hin und her pendeln. Im Magazin der Süddeutschen Zeitung wird über zwei Familien berichtet, die genau dieses Nestmodell pflegen. Sehr lesenswert!

Match-Patch ist eine Singlebörse, die speziell Singles mit Kindern anspricht. Eine gute Sache finde ich, und eine gut gemachte Seite mit, die einen sehr ausführlichen Ratgeberteil rund um Trennung und Scheidung, aber auch um Beziehung, Liebe und Familie bereitstellt.

Für Match-Patch gebe ich Tipps, wie sich Väter bei Problemen mit dem Umgangsrecht am besten verhalten können.

Der Filmemacher Douglas Wolfsperger portraitiert vier Väter, die keinen oder nur noch wenig Kontakt zu ihren Kindern haben. Leise, mit viel Feingefühl, nähert er sich diesen Schicksalen. Einzelfälle, gewiss, dennoch stehen sie für viele ähnlich gelagerte Vater-Kind-Nichtbeziehungen. Denn in Deutschland wachsen rund eine Million Kinder ohne ihren Vater auf:

Der entsorgte Vater:
28. Juni 2011, 22.45 Uhr, im Ersten.

Der Film hatte im Vorfeld für Streit und einen Gerichtsprozess gesorgt, weil der Regisseur, der die Thematik von seinem eigenen Leben kennt, ein Bild seiner älteren Tochter gezeigt hat. Diese Szene musste herausgeschnitten werden.

Immer mehr Paare trennen sich. Die Folge: Jedes Jahr sind in Deutschland allein 230.000 Kinder von der Trennung und Scheidung ihrer Eltern betroffen. Für Väter gab es bisher nur wenig Hilfen. Aus diesem Grund hat der „Väteraufbruch für Kinder Leipzig e.V.“ erstmals und einzigartig in Deutschland einen umfassenden Ratgeber für Väter herausgegeben, der nun in einer zweiten überarbeiteten Auflage erschienen ist. weiterlesen… »

Wenn ein Kind ausdrücklich und aus nachvollziehbaren Gründen den Umgang mit einem Elternteil verweigert, können die Treffen befristet ausgesetzt werden. Zu diesem Urteil kam das jetzt OLG Nürnberg (Az: 10 UF 790/08).

In dem verhandelten Fall war die 13 Jahre alte Tochter zusammen mit der Mutter in eine andere Stadt gezogen. Das Sorgerecht war teilweise dem Jugendamt übertragen worden. Ein Familiengericht gestand dem Vater an einigen Tagen im Monat einen betreuten Umgang mit der Tochter zu. Der Vater wollte seine Tochter häufiger sehen. Es kam zu dem Prozess vor dem OLG.

Die Richter schlossen sich der Meinung eines Sachverständigen an, wonach es der Tochter nicht gut tue, den als aggressiv wahrgenommenen Vater zu sehen. Deshalb wurde der Umgang für die nächsten anderthalb Jahre ausgesetzt.

Ob nach dieser Zeit die Tochter ihren Vater dann lieber sehen mag? [sz]

Tausende Kinder legen an den Wochenenden beträchtliche Kilometer zurück – allein. Mit der Bahn, teilweise auch mit dem Flieger. So kommen sie quer durch Deutschland, um ihren Papa zu besuchen. Und am Sonntagabend geht’s wieder zurück zu Mama. Die Bahn hat dafür den Service “Kids on Tour” gestartet, der die Betreuung der kleinen Alleinreisenden übernimmt. weiterlesen… »

Wer will schon gern als Wochenendpapa abgespeist werden? Für viele Ex-Parter scheint deshalb ein sogenanntes Wechselmodell sinnvoll: Die Kinder verbringen jeweils gleich viel Zeit bei der Mutter und beim Vater. Die Kids können stabile Beziehungen zu beiden Elternteilen halten; eigentlich könnte damit alles in Butter sein. Eigentlich, wenn die deutsche Rechtsprechung nicht wäre … weiterlesen… »


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