Der Wochenendvater

Infos zu Scheidung, Trennung, Unterhalt, Kinder

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Archiv: November 2006

Also ich habe nach der offiziellen Scheidung ein Fest gemacht für meine Freunde, die mir so toll geholfen haben. Dass ein solches Event ganz gut ist, bestätigen jetzt etliche Psychologen und andere Experten. S In den meisten reformierten Kantonal­kirchen der Schweiz könnten Paare solche Gottesdienste wünschenlbst einen kirchlichen Segen kann’s für eine Scheidung geben – sofern man in der Schweiz wohnt. In vielen reformierten Kantonal­kirchen können Paare solche Gottesdienste wünschen.
Wie eine solche Feier ablaufen kann, skizziert die Ostschweizer Pfarrerin Ruth Brogle. Zur Begrüssung schlägt sie diese Formulierung vor: “Wir alle, die hier versammelt sind, haben sie immer wieder ein Stück weit auf ihrem gemeinsa­men Weg begleitet; wir begleiten sie auch heute bei der Beendigung ihrer Ehe. Wir rufen den Segen Gottes auf sie herab, die sie nun getrennte Wege gehen werden.
Klar, dass auch die Wirtschaft auf diesen Zug aufspringt und entsprechende Feiern und Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und organisiert oder entsprechende Kurrse und Seminare anbietet. [tagesanzeiger.ch]

Betroffene wissen ja schon Bescheid. Dennoch hier nochmals ein Hinweis auf die finanziellen Dinge bei einer Scheidung oder Trennung. Die Vereinigung der Anwälte und Steuerberater weist darauf hin, dass nach einer Scheidung jeder Euro nur noch 50 Cent Wert ist. [Verbände Forum]

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Blöd nur, wenn beides gerade nicht griffbereit ist. Laut einer ElitePartner-Umfrage graut es mehr als jedem dritten Single vor der besinnlichen Zeit. Entsprechend feiern 30 Prozent der Singles Weihnachten allein. Die Psychologen der Partnervermittlung geben einige gute Ratschläge: In der Adventszeit soll jeder Single doch was Gutes für sich tun. Also: Wellness, viel mit Freunden unternehmen, Spaß haben – und: einen Partner suchen. Gerade in der Vorweihnachtszeit brechen bei vielen wohl Frühlingsgefühle aus (kein Wunder bei den Temperaturen gerade).

2006 27 Nov

Schnarchzapfen bei Kabel BW?

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In den letzten Wochen sind hier nur spärliche Einträge zu finden. Das hat einen Grund: Ich habe noch kein DSL in der Wohnung. Warum nicht? Tja, Kabel BW schläft. weiterlesen… »

Im Moment verhandelt das Bundesverfassungsgericht über heimliche Vaterschaftstests. Derzeit ist es so, dass solche heimlichen Tests keinen Bestand vor Gericht haben. Wenn es nach dem Willen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) geht, soll das auch so bleiben. Mehr noch: Die resolute Frau will heimliche Vaterschaftstests sogar mit Strafe (bis zu einem Jahr Gefängnis) ahnden. Andere Politiker halten das für maßlos.

Derzeit gibt es in dieser Debatte zwei Verlierer (Mann und Kind) und eine Gewinnerin (die Mutter, die in den meisten Fällen ja schon sehr genau weiß, wer der Vater ist, aber darüber schön schweigen darf).

Das Problem an der ganzen Sache besteht m. E. jedoch darin, dass sich zwei recht hohe Güter gegenüber stehen. weiterlesen… »

Kinder können sich viel besser, als allgemein angenommen, auf Belastungssituationen und neue Lebensverhältnisse einstellen. Das ist eine der Erkenntnisse, die Professorin Sabine Walper, Psychologin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, aus einer seit 1996 laufenden Studie mit rund 500 Kindern gewonnen hat. Wie sie in einem Interview mit der “Apotheken Umschau” berichtet, findet der Nachwuchs im Durchschnitt zwei Jahre nach der Trennung der Eltern wieder zur Normalität zurück. Das hätten auch amerikanische Studien ergeben. In der Zeit direkt nach der Trennung sind die Belastungen für die Kinder meistens am größten. Haben sich Auseinandersetzungen der Eltern aber über Jahre hingezogen, kann die Scheidung auch entlastend wirken. Besonders schwer haben es Kinder, wenn sie die Trennung wie aus heiterem Himmel trifft. Trotz aller Konflikte miteinander sollten die Eltern den Kindern in dieser Phase “verlässliche Partner” sein, rät Walper. “Eine solche Erziehung in einer extremen Belastungssituation aufrechtzuerhalten, fordert die Eltern enorm”, weiß die Forscherin. Damit helfen sie dem Kind jedoch am zuverlässigsten. [ots]

Jetzt ist es auch vom Bundesrat abgesegnet worden: das neue Elterngeld. Wie das jetzt ab kommendem Jahr sein wird  mit der Unterstützung des Staats, hat unter anderem tagesschau.de zusammengestellt. Ob’s was bringt, werden wir erst in ein paar Jahren sehen.
Dass nun massenhaft Akademikerinnen Kinder bekommen werden, ist m. E.  nahezu ausgeschlossen, dazu müsste der Arbeitsmarkt stabiler und flexibler werden.
Und ob sich das Elterngeld positiv auf die Paarbeziehung auswirkt, wie Marcus Damm hier meinte, bezweifle ich ebenfalls. Zumindest glaube ich nicht, dass statistisch oder sonstwie nachweisbare Effekte geben wird.
Was also bringt’s, außer einem Haufen verpulverter Steuer-Euros? [reuters]

In bestimmten Fällen darf das Einkommen der Mutter auch geschätzt werden. Darauf weist valuenet hin. Der Fall: Eine Tochter hat von ihrem – von der Mutter geschiedenen – Vater höhere Unterhaltszahlungen verlangt. Nach einer fiktiven Einkommensberechnung jedoch war der Vater dazu nicht in der Lage. In diesem Fall darf er verlangen, dass sich die Ex-Frau am Barunterhalt beteiligt. Dazu genügt es, wenn er das Einkommen seiner Ex (die hier als Selbstständige zusammen mit ihrem Lebenspartner allein 4 Autos unterhalten hat) schätzt. Er muss nicht erst in einem weiteren Verfahren die Auskunft über die exakten Beträge erstreiten. Hier wurde die hohe Schätzung des Vaters nicht widerlegt, was zur Folge hatte, dass die Mutter – neben ihrer persönlichen Betreuung – fast zu 100 % für den Unterhalt der Tochter zu sorgen hat. [valuenet]

Unterhalt an einen dauernd getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten im Ausland können als Sonderausgabe von der Steuer abgezogen werden. Das gilt für eine Summe von jährlich maximal 13 805 Euro. Der unterhaltsberechtigte Ehegatte muss den Unterhalt allerdings in seinem Heimatland versteuern. [tlz.de]

Vor allem junge Männer in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge aus Angst vor Verantwortung und Einschränkungen keine Familie gründen. Der Anteil der 18- bis 39-Jährigen, die sich Hochzeit und Nachwuchs verweigern, hat in den vergangenen drei Jahren von 34 auf 43 Prozent zugenommen, wie das BAT Freizeitforschungsinstitut berichtete. Zwar prognostiziere die Sozialforschung eine „Renaissance der Familie“, doch meinten junge Leute damit weniger die eigene, sondern eher die Herkunfts- und Elternfamilie. [sz-online]


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