Der Wochenendvater

Infos zu Scheidung, Trennung, Unterhalt, Kinder

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Archiv: März 2007

Der Bundesrat will die Rechte von Vätern stärken. Wenn es nach der Länderkammer geht, sollen Väter einen Rechtsanspruch auf einen Vaterschaftstest haben. Damit müssten sie nicht mehr vor zuerst Gericht ziehen. Die Idee stammt, man höre und staune, aus Bayern.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden: Einschneidende Ereignisse wie Scheidung und Jobverlust können Menschen offenbar nachhaltiger belasten als bisher angenommen wurde. Das sagen amerikanische Psychologen nach umfangreichen Befragungen. Die Ergebnisse widersprechen der seit den 1970er-Jahren in der Psychologie vorherrschenden Theorie, wonach der Mensch nach entscheidenden Ereignissen, ob Lottogewinn oder Unfall, nach einiger Zeit zu seiner ursprünglichen Gefühlslage zurückfindet. [sueddeutsche.de]

Langsam wird es Zeit, mit seiner Steuererklärung zu beginnen. Welche Besonderheiten für Wochenendväter- und-mütter dabei gelten, werde ich in den kommenden Tagen klären. Vorab etwas über die steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten. weiterlesen… »

Auch bei einem Streit innerhalb einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft können die Kosten für einen Detektiv als Prozesskosten erstattungsfähig sein. Im aktuellen Fall ging es darum, dass ein Mann einen Detektiv auf seine Ex-Partnerin ansetzte. Er vermutete nämlich, dass sie mittlerweile mit einem anderen zusammenlebt. In diesem Fall müsste er keinen Unterhalt für sie mehr zahlen. Die Recherchen ergaben, dass dies tatsächlich der Fall war. Vor Gericht forderte der Mann nun den Unterhalt sowie die Kosten für den Detektiv zurück - und bekam recht. [ksta]

In Deutschland gibt es immer mehr Eltern, die aufgrund von Trennung und Scheidung den Kontakt zu ihren Kindern verlieren. Jedes Jahr lassen sich Eltern von knapp 170 000 Kindern scheiden, unverheiratete Paare werden hierbei in den Statistiken nicht berücksichtigt.

Wie vielen Elternteilen widerfährt dabei das Schicksal, vom eigenen Kind getrennt und “geschieden” zu werden? Die Entfremdung zwischen Kind und einem Elternteil ist kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Sucht man nach wissenschaftlichen Studien, die sich explizit der Problematik der Auswirkungen eines Kontaktverlusts zum eigenen Kind aufgrund einer Trennung oder Scheidung auf Seiten der Eltern widmen, so sucht man vergebens. weiterlesen… »

Überall ertönt das Hohelied auf Kinder und Familien. Doch Politik und Gesellschaft sind kinderfeindlich, schreibt die Süddeutsche und ergeht sich in solchen Formulierungen:

Auf Dauer kann der spätbiedermeierliche Wertekanon nicht die Bindungen kitten, die von der in die Zukunft stürmenden Ökonomie und beruflichen Emanzipation aufgesprengt werden. Doch bis es so weit ist, wird der Antagonismus nicht nur konservative Seelen noch heftig quälen.

Der moderne Vater muss die Familie versorgen, sich um die Kinder kümmern und dabei noch sexy sein. Die Soziologen Andrea Bambey und Hans-Walter Gumbinger sind der Frage nachgegangen, wie sich die Rolle des Vaters gewandelt hat und wie sich dies auf die Familienkonstellation auswirkt. Im Interview mit der Süddeutschen erklärt Hans-Walter Gumbinger, wie Männer die gesellschaftlichen und eigenen Erwartungen in der Realität umsetzen. Gleichzeitig skizziert er die sechs Vatertypen, die er in der Studie heraus-seziert hat: Von den egalitären, über die randständigen bis hin zu den traditionell-distanzierten. Nur zwei Typen hat der Herr Professor völlig unter den Tisch fallen lassen: Den Alleinerziehenden und den Wochenendvater. Alles in allem: Zumindest laut dem Interview eine akademische und über weite Strecken weltfremde Diskussion.

Der Mann steckt in der Krise und weiß immer weniger, wer er ist, was er kaufen soll und wie er mit Frauen umgehen muss. Er soll ein Frauenversteher sein, aber kein Macho, soll männlich-maskulin sein und dennoch zum Shopping mitgehen, soll dominant aber nicht unterdrückend sein. Immerhin, beruhigen uns die Stil-Experten: Seine Gesichtscreme mit Selbstbräuner muss er im Bad nicht verstecken, wenn sich weiblicher Besuch ankündigt.
“Männer sind quasi die sozialpsychologische Problemzone des 21. Jahrhunderts”, fasst Trendforscher Eike Wenzel vom Zukunftsinstitut in Kelkheim zusammen. Denn Männer müssen völlig disparaten Ansprüchen genügen: Sie sollen Softies sein, und dennoch selbstbewußt. Und sie müssen, um bei Frauen landen zu können, dominant sein. Denn das geht einher mit sexueller Attraktivität.
[sz]

Auch wenn die Eltern nach einer Scheidung ihre Kinder abwechselnd betreuen, bleibt die Pflicht zur Zahlung von Unterhalt grundsätzlich bei einem Partner. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az: XII ZR 161/04 vom 28. Februar 2007 – Urteil als pdf).
Im konkreten Fall hatte der Vater sich zu gut einem Drittel der Zeit um die Zwillinge gekümmert. Deshalb wollte er seine monatlichen Zahlungen von knapp 300 Euro an die Ex-Frau einstellen. Das darf er nun nicht: Solange das Schwergewicht der Betreuung bei der Mutter liegt, muss der Vater auch bei einem Rotationsmodell zahlen. Wer das Schwergewicht hat beurteilt sich ausschließlich nach der Zeit: Wer am längsten für Kinder sorgt, der hat auch das Schwergewicht zu tragen, so die Richter.


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