Der Wochenendvater

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Archiv: Dezember 2009

2009 23 Dez

Frohe Weihnachten

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Ich wünsche euch allen ruhige und erholsame Festtage – egal, ob ihr mit euren Kinder feiert oder ohne sie. Genießt die Ruhetage und nutzt die Zeit für eine Rückschau: Erinnert euch an die frohen und glücklichen Stunden, aber auch an die unglücklichen und traurigen. Sie alle gehören zu eurem Leben und sind ohne einander nicht denkbar.

Und dann wünsche ich euch noch ein gutes Neues Jahr. Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen.

So ist’s richtig: Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer wird bald Papa und wird dann ganz selbstverständlich auch in Elternzeit gehen. »Ein guter OB kann auch zwei Monate weg sein. Nur ein Schlechter muss jeden Tag hinterherkehren«, kommentiert er diesen Schritt.

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Das deutsche Recht diskriminiert unverheiratete Väter. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jüngst festgestellt. Durchgefochten hat diesen Prozess (der in einer Rüge für Deutschland mündete) Horst Zaunegger. Der 45 Jahre alte Musiker hat dafür gekämpft, das Sorgerecht für seine Tochter zu erhalten. Heute Abend ist er bei Lanz im ZDF zu Gast (um 23.30 Uhr).

2009 10 Dez

Was sich Kinder wünschen

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Schließlich ist jetzt bald Weihnachten, da darf man sich etwas wünschen. Die Autorin Karin Jäckel und der mittlerweile gestorbene Dieter Mark haben 20 Bitten von Kindern an ihre geschiedenen oder getrennten Eltern notiert.

Gleich die erste Bitte ist finde ich die allumfassendste und stärkste: Vergesst nie, ich bin, ich bin das Kind von euch beiden! Und auch an die anderen sollten sich die getrennt lebenden Eltern immer wieder erinnern, selbst wenn sie gerade den größten Zoff haben: Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag! oder: Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür meines anderen Elternteils ab! Die ganze Liste …

Ist das Sorgerechtsurteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ein Erfolg für Single-Väter? Christian Gampert ist skeptisch. Er stritt sich im Kampf um den Sohn bis vor das Bundesverfassungsgericht. Im Interview mit Spiegel Online warnt er vor der weiter bestehenden Macht der “Frauenlobby” und plädiert dafür, das “Monopol der Mutter” zu beschneiden. Gampert: “Wer sein Kind bei einer staatlichen Behörde anerkennt und mitteilt, dass er sich um sein Kind kümmern will, der sollte das gemeinsame Sorgerecht haben. Wenn sich die Eltern dann langfristig nicht verstehen, muss das Familiengericht eben eine sorgerechtliche Entscheidung treffen.” [SpOn]

Die Justizministerin reagierte schnell. Noch am selben Tag, an dem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bundesregierung gerügt hat, kündigte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine Gesetzesänderung an. Der Süddeutschen Zeitung sagte sie: “Die Anliegen lediger Väter sind stärker zu berücksichtigen”.

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Ledige Väter dürfen in Deutschland nicht mehr diskriminiert werden. Das hat heute er Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Hintergrund ist die ungleiche Behandlung von verheirateten und nicht-verheirateten Vätern. Single-Väter haben – wenn die Mütter es nicht wollen – derzeit keine Chancen auf das Sorgerecht und wenig Möglichkeiten, am Umgang mit ihrem Kind zu drehen.

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Kristina Köhler, die neue Familienministerin, ist sowohl auf Facebook als auch auf Twitter präsent – und will dies auch im neuen Amt bleiben. Da dürfen wir gespannt sein, ob die 32-jährige frischen Wind reinbringt.


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