Der Wochenendvater

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Archiv: April 2010

Der Väteraufbruch für Kinder hat seine Befragung zur Väterpolitik ins Netz gestellt. Fazit: Die CDU/CSU beharrt auf einem eher konservativen Familienbild, die Grünen und Linken dagegen wollen Väter auch mit Hilfe staatlicher Fördermaßnahmen stärker in den Familienalltag integrieren.

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“Die Familienpolitik für Väter ist derzeit Stückwerk”, sagt Rainer Sonnenberger vom Bundesvorstand des Väteraufbruchs für Kinder. Deshalb hat der VafK bundesweit Politiker zur Väterpolitik befragt. Mmitgemacht haben rund 350 Politiker, darunter auch Annette Schavan, Hans-Ulrich Klose und Renate Künast.

Am kommenden Freitag wird das Ergebnis bei vaeterpolitik.de veröffentlicht.

Wenn ein Kind ausdrücklich und aus nachvollziehbaren Gründen den Umgang mit einem Elternteil verweigert, können die Treffen befristet ausgesetzt werden. Zu diesem Urteil kam das jetzt OLG Nürnberg (Az: 10 UF 790/08).

In dem verhandelten Fall war die 13 Jahre alte Tochter zusammen mit der Mutter in eine andere Stadt gezogen. Das Sorgerecht war teilweise dem Jugendamt übertragen worden. Ein Familiengericht gestand dem Vater an einigen Tagen im Monat einen betreuten Umgang mit der Tochter zu. Der Vater wollte seine Tochter häufiger sehen. Es kam zu dem Prozess vor dem OLG.

Die Richter schlossen sich der Meinung eines Sachverständigen an, wonach es der Tochter nicht gut tue, den als aggressiv wahrgenommenen Vater zu sehen. Deshalb wurde der Umgang für die nächsten anderthalb Jahre ausgesetzt.

Ob nach dieser Zeit die Tochter ihren Vater dann lieber sehen mag? [sz]

Die Bereitschaft deutscher Männer zur Mitarbeit bei der Kindererziehung sind häufig nichts weiter als reine Lippenbekenntnissen. Das fanden jetzt Forscher der Uni Rostock heraus.  Die Aufteilung der täglichen Hausarbeit – Waschen, Kochen, putzen – würden bei jungen Paaren wohl recht gerecht verteilt werden. Doch sobald Kinder da seien, hätte es sich mit der modernen Rollenaufteilung.

Nachwuchs zementiere das traditionelle Rollenbild. Interessant dabei: Nicht nur die Kindererziehung sei häufig Sache der Frau, sondern dann auch die weitere Hausarbeit. [dpa/lr]

Endlich bekommen nicht verheiratete Väter mehr Rechte im Umgang mit dem Nachwuchs. Das Sorgerecht soll geändert werden.

Das gemeinsame Sorgerecht werden Mütter künftig nur verhindern können, wenn sie triftige Gründe gegen den Vater ihres unehelich geborenen Kindes vorbringen können. Das schreibt focus.de. Nach Plänen der Regierung  soll auf Antrag des Vaters gemeinsames Sorgerecht eingetragen werden. Wenn die Mutter das nicht will, muss sie konkret belegen, dass der Einfluss des Vaters schlecht ist fürs Kind.

Derzeit läuft’s noch genau umgekehrt. Der Vater benötigt die Einwilligung der Mutter. [Väter Blog]


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