Der Wochenendvater

Infos zu Scheidung, Trennung, Unterhalt, Kinder

amendt.jpgHeute wird fast jede zweite Ehe geschieden, in mehr als der Hälfte davon gibt es Kinder. Zumeist leben die Kinder dann bei der Mutter, während Väter häufig um die Zeit mit ihren Kindern kämpfen müssen: Doch dieser Kampf lohnt sich, denn Kinder brauchen ihre Väter, so wie Väter ihre Kinder. Immer noch herrscht der Mythos vor, Väter würden nach der Scheidung die Mutter mit den Kindern allein lassen. Gerhard Amendt widerlegt diese Sicht. Väter kämpfen oft darum, ihr Leben mit den Kindern möglichst so fortzuführen, wie sie es aus dem Familienalltag gewohnt waren.
Väter kämpfen oft darum, ihr Leben mit den Kindern möglichst so fortzuführen, wie sie es aus dem Familienalltag gewohnt waren. Sie leiden unter den seltenen Besuchen ihrer Kinder und viele trauern um das Ende des Familienlebens. Die in diesem Buch zu lesenden Erfahrungsberichte von geschiedenen wie getrennten Vätern machen deutlich: Auf Seiten der Gerichte, der Jugendämter und der helfenden Berufe ist ein Umdenken erforderlich. Denn obwohl nach Familienrecht Vater und Mutter gleichwertige, wenn auch unterschiedliche Bedeutung für ihre Kinder haben, fehlt in der Praxis oft das Verständnis für die Männer nach der Trennung. ( Jetzt bestellen!)

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 15. Januar 2007 und wurde abgelegt unter "Bücher, Psycho und so". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

14 Kommentare

  1. Mattern Juergen:

    Mache diese erfahrung gerade durch.War vor der Trennung immer für meine Kids da.Habe sie morgens geweckt,Kitatasche gerichtet,abends gespielt,gewaschen und sie ins Bett gebracht. Wenn sie nachts wach wurden haben sie Papa gerufenund ich war da.Egal wie lange und egal ob ich morgens wieder zur arbeit musste.Ich war einfach da! Und jetzt Kinderzimmer leer Kids alle 14 tage. Fühle mich wie ein Onkel ! Und das Jugendamt ist eine große unterstützung aber nur für meine Frau. Für die bin ich doch nur Erzeuger und Zahler. Würde gerne mit Männern reden die,die gleiche probleme haben! Vielleicht können Sie mir sagen wo ich die finde.Mfg Jürgen

  2. cateye:

    Es gibt eine Seite entfremdete Eltern.de oder so ähnlich. Wenn Sie über Google suchen finden Sie sie bestimmt. Grüße cateye

  3. Norbert Ruhland:

    Lieber Jürgen,

    möglicherweise bin ich in einer ähnlichen Situation wie Du, was die Kinder anbetrifft, nur ist es bei mir vielleicht schon ein Quentchen weiter:
    Da ist mein Kleiner im KKH, ich will ihn besuchen, sehe auf dem Parkplatz den Wagen des LAP meiner Exe, sehe, wie meine Tochter abtaucht, eine Riesenrußwolke steigt auf und der Wagen braust los..
    Gestern war Elternabend in der Schule, es ging auch um Begleitung bei einem Ausflug u natürlich nehme ich mir den Tag für die Kleine frei: Höre ich von meiner Exe, “.. was ich dem Kind noch antue..” und von der freundlichen Lehrerin, was es doch für einen Aufwand für mich bedeutet, dies zu tun und ob ich das wirklich will..
    Du siehst, es gibt zu jeder Dummheit noch eine Steigerung und ich wette, wir werden jede durchleiden.
    Ich bin einfach nur froh über die Hilfe, die ich erfahre, daß ich nicht mutlos werde und die Kinder an ihre ach so liebevolle PAS-Mutter verliere..
    Hilfe.. ganz sicher nicht von den Leuten, die sich ein fröhliches Leben von meinen Steuergeldern machen..

    Ich wünsche Deinen Kindern einen starken Vater ;-)

    wenn Du gerne antwortest.. norruh@hotmail.com

  4. Jo:

    Liebe Väter,

    ich könnte euch Geschichten zum Thema “Umgangsrecht” erzählen, der Platz würde hier nicht ausreichen….!

    Was sich der sog. sorgeberechtigte Elternteil alles einfallen läßt, um das UR zu verhindern, steht nirgend wo geschrieben, da es für solch ein abgrundtief mieses Verhalten keine Worte mehr gibt – ich finde jedenfalls keine mehr dafür!

    Mein Kind will, Dank des sorgeberechtigten Elternteils, der es immer wieder gegen mich aufgestachelt hat, nichts mehr von mir wissen, trotz Unterhaltszahlungen usw. .

    Es wird wohl immer so sein: Der nichtsorgeberechtigte Elternteil wird immer das Nachsehen haben, das Jugendamt stellt sich grundsätzlich auf die Seite, bei der das Kind lebt.

    Ich habe den Kampf um mein Kind aufgeben müssen, da ich durch diese ständigen jahrelangen Auseinandersetzungen sehr krank geworden bin.

  5. kerstin:

    Liebe Väter,

    mit Entsetzen habe ich eure Komentare gelesen, obwohl ich selbst fas täglich diese Situationen live miterleben muß. Bin selbst seit 3 jahren geschieden, da gibt es zum Glück keine großen Probleme. Leider sieht es bei meinem neuen Partner völlig anders aus!!! 2 Kinder von 2 Exfrauen, von denen uns zumindest die eine das Leben zur Hölle macht. Da es meinem Partner zunehmend auch gesundheitlich immer mieser geht, von den seelischen Wunde gar nicht mal zu reden, suche ich eine Art Kontaktadresse, wo er sich mit anderen Vätern, die in der gleichen Situation sind, austauschen kann, sich vielleicht auch den ein oder andren Rat holen kann.
    Ich würd mich freuen, von euch zu hören.

    Kerstin

  6. Jo:

    Liebe Kerstin,

    unter “Väteraufbruch e. V.” (Google) findet dein Partner sicherlich Unterstützung. Ich habe leider erst zu spät von diesem Verein erfahren, um mir rechtzeitig Hilfe bei selbst Betroffenen zu holen.

    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und die Kraft, das alles durchzustehen. Haltet in jedem Fall zusammen – egal was kommt!

  7. Ralf Grabowski:

    Hallo Kerstin,

    in der Tat ist der Väteraufbruch (www.vafk.de) eine gute erste Anlaufadresse. Allerdings hängt es immer sehr stark von den Ortsgruppen ab, wie gut (und zahlreich) die Unterstützung dann ist.

    Wenn dein Partner durch diesen ganzen Stress jedoch schon gesundheitliche Probleme hat, dann würde ich ganz dringend raten, dass er zu einem Experten gehen soll. Ich weiß, dass die Hürde für viele groß ist, zu einem Therapeuten zu gehen. Aber er kann helfen, weil man durch ihn auch neue Wege finden kann, mit Problemen und Themen umzugehen.

    In der Regel verschreibt der Hausarzt auch einige Sitzungen. Sollte dein Partner privat versichert sein, dann kann er zumeist ohne Überweisung zu einem niedergelassenen Therapeuten gehen. Ich empfehle Verhaltens- oder Gesprächstherapie. Tiefenpsychologische Sachen arten zeitmäßig einfach aus (mit häufig drei Sitzungen pro Wochen).

    Alles Gute,
    Ralf

  8. H Schneider:

    Hallo meine Freunde;

    bin Vater und kämpfe um meinen Sohn; habe aus diesem Grunde eine Webseite auf die Beine gestellt.
    Brauche aber noch Unterstützung.

    http://www.vaeterrechte.de

    Viele Grüsse H Schneider

  9. Der Wochenendvater - Infos zu Scheidung, Trennung, Unterhalt, Kinder - Ein News-Blog von Ralf Grabowski » Blog Archiv » Scheidung als aggressiver Akt:

    [...] Alltags, geht die bis dahin nicht hinterfragte Sicherheit verloren. Das Elterliche, so schreibt der Autor des Buches Scheidungsväter in seinem lesenswerten Essay für die Welt, sei unwiederbringlich vorüber. Fortan [...]

  10. Scheidung als aggressiver Akt « Vaterblog:

    [...] Alltags, geht die bis dahin nicht hinterfragte Sicherheit verloren. Das Elterliche, so schreibt der Autor des Buches Scheidungsväter in seinem lesenswerten Essay für die Welt, sei unwiederbringlich vorüber. Fortan existieren beide [...]

  11. ME:

    Hallo zusammen,
    das wichtigste ist das man NIE aufgibt. Ich kämpfe seit jetzt fast 5 Jahren ununterbrochen gegen die übliche Praxis — Trennung, Scheidung — Entfremdung. Ich dachte es wird mal besser oder hört einmal auf, aber so ist es leider nicht! Trotzdem geniesse ich jede Sekunde die ich mit meinen beiden Jungs zusammensein darf, jedes Telefonat, jede Erinnerung an schöne Tage. Aber die Leere, wenn Sonntags die Autotür zuklappt, wenn ich sie wieder zurückgebracht habe ist jedes Mal wie ein Tritt in den Magen. Ich fühle dann auch nach all der Zeit immer noch genau, wie viel Zeit wir NIE gemeinsam haben werden, wie viele Morgende ich sie nicht aufwachen sehen werde, wie viel Lachen und Weinen ich NIE hören werde — weil ich nur noch der “Wochenendpapa” sein darf!

  12. Ralf Grabowski:

    Hallo ME,
    diese Situationen, diese Erfahrungen, die du schilderst, kennen die meisten Wochenendpapas. Ich glaube auch, dass es wichtig ist, sich auf das zu konzentrieren, was man hat. Nicht darauf, was fehlt.

    Mir geht es so, dass ich die Zeit mit meinen Kindern sehr intensiv erlebe. Und ich denke, dass ich fast mehr Zeit mit den Kindern verbringe als wenn ich in der Familie leben würde. Denn unter der Woche arbeite ich viel und an den Wochenenden würde ich auch noch andere Sachen machen.

    Also: Unterm Strich haben die Kinder und ich recht viel Zeit zusammen, wenngleich da immer diese zwei Wochen Pause dazwischen ist.

    :-)
    Ralf

  13. ME:

    Hallo Ralf,
    stimmt schon was Du sagst, die Zeit die man noch gemeinsam hat ist wahrscheinlich viel intensiver als wenn man ein “Dauerpapa” wäre. Alles was nur begrenzt vorhanden ist ist eben viel wertvoller als das wovon es ausreichend oder zu viel gibt. Und zwischendurch gibt es eben dieses Loch in das man manchmal fällt wenn man zuviel nachdenkt. Aber eben nur manchmal ; )
    Danke für die Aufmunterung

  14. Sergej Krebs:

    Guten Tag!

    Ich arbeite für eine Fernsehproduktionsfirma in Berlin und bin für einen TV-Beitrag auf der Suche nach einem Scheidungsvater, dem es bedingt durch Hartz-IV und räumliche Trennung (d.h. die geschiedene Frau lebt mit den Kindern in einem anderen Teil Deutschlands) kaum bzw. gar nicht möglich ist, seine Kinder zu sehen.

    Ich habe selbst einen Bekannten, der sich in dieser Situation befindet und mich darum gebeten hat, auf dieses Problem öffentlich aufmerksam zu machen. Er selbst möchte nicht vor die Kamera treten, daher möchte ich mich an alle wenden, die in der gleichen Situation stecken.

    Wenn Sie auch dieses Problem haben und Ihre Geschichte vor der Kamera erzählen möchten, melden Sie sich bitte bei mir. Im Zuge der Dreharbeiten würden wir gerne auch ein Wiedersehen mit den Kindern organisieren.

    Bitte melden unter:
    sergej.krebs@abgedrehttv.de

    Gruß
    Sergej Krebs

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