Eine Scheidung kostet rund neun Lebensjahre. Das steht in einer Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels. Im Vergleich zu einer gesund und glücklich lebenden Referenzperson im Alter von 50 Jahren leben gleichaltrige Männer nach einer Scheidung im Schnitt 9,3 Jahre, Frauen sogar 9,8 Jahre kürzer. Basis der Berechnungen, und hier beginnt wahrscheinlich auch die Crux mit der Statistik, ist eine verheiratete Musterperson, die nicht raucht und nur mäßig Alkohol trinkt, sich guter Gesundheit erfreut, Abitur hat und in einem Angestelltenverhältnis arbeitet. Nun müsste natürlich genau eruiert werden, wie die Scheidungsverteilung innerhalb der Gesamtbevölkerung ist, welche sozialen Milieus häufiger von Scheidungen betroffen sind als andere, welche aber auch weniger heiraten. Man könnte nehmen, dass beispielsweise Menschen mit hohem Bildungsabschluss zumindest später heiraten als andere. Allein dieser Wert verzerrt natürlich die ganze schöne Statistik.
Die Studie gibt’s im Internet.
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