Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Justizministerin, will sich endlich der ledigen Wochenendväter annehmen. Nach bisheriger Gesetzeslage erhält bei nicht-verheirateten Paaren die Mutter das alleinige Sorgerecht, der Vater schaut in die Röhre und ist auf ihren “Goodwill” angewiesen. Die FDP-Ministerin will dieses Recht nun umkehren. Wenn eine ledige Mutter das Sorgerecht nicht mit dem Vater des Kindes teilen möchte, solle sie vor Gericht ziehen und ihre entsprechenden Gründe darlegen.
“Argumente für ihre Position könnte die Justizministerin beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden bekommen. Denn die Zahl der Kinder, die in der Bundesrepublik aus unverheirateten Beziehungen stammen, steigt kontinuierlich. Jedes dritte Neugeborene gehört inzwischen schon dazu, im Jahr 1998 war es nicht einmal jedes Fünfte”, schreibt die Frankfurter Rundschau.











